|
JULIUS-SCHNIEWIND-HAUS e.V. Geistliche Einkehr- und Begegnungsstätte Seelsorge- und Tagungsheim in der Evangelischen Kirche Lebenszentrum der "Schniewind-Haus-Schwesternschaft" |
|
|
Zivildienst
Das Julius-Schniewind-Haus (JSH) ist seit dem 1. Februar 1993 durch Bescheid des Bundesamtes für den Zivildienst (BAZ) in Köln als eine der ersten Einrichtungen des "erweiterten sozialen Bereiches" in den neuen Bundesländern als Dienststelle anerkannt.
Zivildienst-Plätze: Wir verfügen über insgesamt drei Zivildienst-Plätze für gärtnerische und landwirtschaftliche Arbeit sowie auch Handwerks- und Hausmeistertätigkeiten. Für unsere Zivis steht eine gemeinsame Wohnung zur Verfügung. Es besteht gemäß Definition unserer Zivildienst-Plätze die Pflicht, in der dienstlichen Unterkunft zu wohnen. Die Zivis nehmen an der Vollverpflegung teil. Für Familienheimfahrten können die Züge 2. Klasse der Deutschen Bahn kostenlos genutzt werden.
Voraussetzungen: Junge Männer, die den Anerkennungsbescheid als Kriegsdienstverweigerer erhalten haben, können Zivildienst leisten. Unsere Zivis sind in die Hausgemeinschaft integriert und haben am Leben und an der Arbeit des Werkes teil, in dem alles auf engem Raum ineinander greift: Gästedienst, vielfältiger Dienst der Mitarbeiter, Leben der Schwestern, Freiwilliges Soziales Jahr. Günstig, aber nicht Voraussetzung für die Entscheidung zum Zivildienst in unserem Hause ist es, wenn die Bewerber schon einmal im Rahmen einer Freizeit oder Tagung das JSH erlebt haben.
Zeitraum: Der Zivildienst beginnt bei uns in der Regel am 1. November und dauert neun Monate bis zum 31. Juli, vier Wochen Urlaub inbegriffen.
Vorgeschaltetes Praktikum: Das BAZ räumt die Möglichkeit ein, dem Zivildienst ein Praktikum vorzuschalten, sofern vor Beginn des Praktikums der Einberufungsbescheid zum Zivildienst vorliegt. Unsere Zivis können vom 1. August bis zum 31. Oktober ein Praktikum mit freier Unterkunft und Verpflegung sowie Taschengeld absolvieren. Dies hat den Vorteil, dass nach dem Gesamtjahr (01.08.-31.07.) die Anwartschaftszeit auf Arbeitslosengeld erfüllt ist, denn für die Praktikumsmonate werden von uns Beiträge zu Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung gezahlt.
Bewerbung: Bitte übersenden Sie uns bei einer Bewerbung für den 1. August bis spätestens Ende Februar folgende Unterlagen:
Im Regelfall beschließen wir nach einem Vorstellungsgespräch kurzfristig darüber, ob wir einen Einberufungsvorschlag an das Bundesamt für Zivildienst richten. Das BAZ entscheidet verbindlich über Ihre Bewerbung, von dort erhalten Sie Ihren Einberufungsbescheid.
Kontaktadresse: Junge Männer, die an einem Zivildienst- und Praktikums-Platz in unserem Hause interessiert sind, können sich an folgende Adresse wenden:
Solange der Anerkennungsbescheid als Kriegsdienstverweigerer nicht vorliegt, kann jedoch eine Bewerbung nur als unverbindliche Information gelten.
So schätzen Zivis ihre Dienstzeit ein:
An dem Dienst im Schniewindhaus empfinde ich die enge Verbundenheit zur Gemeinde besonders wertvoll. Täglich erlebe ich Gemeinschaft mit Gläubigen, wodurch ich sehr viele praktische Erfahrungen machen kann. Unser hauptsächliches Arbeitsfeld ist der Garten, in dem es ganzjährig viel Arbeit gibt. Durch das breite Spektrum an verschiedenen Arbeiten kommt keine Langeweile auf. Rasen mähen, Hecke schneiden, Beete umgraben, Stiefmütterchen pflanzen, Kartoffeln ernten oder das Heizen im Winter sind nur einige Arbeiten, die wir zu erledigen haben. Nicht zuletzt die gute Küche macht den Arbeitstag zu einer echten Freude. Als Zivis können wir im Chor mitsingen und aus Abendstunden der Rüstzeiten profitieren. Insgesamt sehe ich den Dienst, durch den ich reich beschenkt werde, als eine Gnade Gottes. Simon
In meiner Zivildienstzeit hier im Schniewindhaus gefällt mir die wunderschöne Gemeinschaft am besten. Dies bedeutet, dass man viele interessante Gespräche mit netten Menschen führen kann, im Speziellen auch über den Glauben an Jesus. In meinem Glauben an Jesus Christus wachse ich Tag für Tag. Auch viele interessante und abwechslungsreiche Arbeiten im Garten des Schniewindhauses können wir täglich neu entdecken. Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Jahr mir unvergesslich bleibt und ich das Haus immer wieder gern besuchen werde, um vom Alltag neu aufzutanken. Michael
Mein Name ist Stefan und ich hab mit großer Freude meinen Zivildienst im Schniewindhaus abgeleistet. Kennen lernen durfte ich diese Einrichtung anfangs durch Familienrüstzeiten. Später besuchte ich zunehmend Veranstaltungen für Jugendliche. Ich habe damals sehr früh gespürt, dass auf diesem Haus ein besonders großer Segen liegt, den ich so intensiv in keiner anderen christlichen Einrichtung kennen lernen durfte. Die tolle Gemeinschaft, die innere Freude und die große Liebe Gottes hier so intensiv erleben zu dürfen, faszinierte mich immer wieder aufs Neue. Oft bin ich nach einer solchen Freizeit mit einem tiefen inneren Frieden wieder nach Hause gefahren. Für mich gab es also viele Beweggründe, meinen Zivildienst im Schniewindhaus abzuleisten, und ich habe es auf gar keinen Fall bereut. Die Beschäftigung an der frischen Luft im wunderschönen Garten des Hauses bei abwechslungsreicher Arbeit bereitete mir große Freude. Meine beiden Zivi-Kollegen Imi und Daniel standen mir dabei immer tatkräftig zur Seite. Es gab in meinem Leben nicht immer Sonnenschein und, ohne Einzelheiten nennen zu wollen, bin ich früher einen komplett anderen Weg gegangen. Ich war Gott lange Zeit fern, und darum bin ich sehr froh, dass ich durch meine Zeit hier im Schniewindhaus eine komplette Erneuerung erfahren durfte. Das Schniewindhaus wurde für mich zu einem kleinen Paradies auf Erden, und ich habe das große Glück, an meinen Zivildienst ein Praktikum anhängen zu dürfen. Konkret heißt das drei weitere Monate mit tollen Erlebnissen und Erfahrungen. Leider ist auch diese Zeit dann irgendwann zu Ende, aber ich werde zurückblicken auf das wahrscheinlich schönste Jahr meines bisherigen Lebens. Stefan
|
|
||||
|
© 2009 - Julius-Schniewind-Haus e.V. |
||||||