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JULIUS-SCHNIEWIND-HAUS e.V. Geistliche Einkehr- und Begegnungsstätte Seelsorge- und Tagungsheim in der Evangelischen Kirche Lebenszentrum der "Schniewind-Haus-Schwesternschaft" |
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Andacht
Ostern – das große Siegesfest Napoleon, der halb Europa mit Krieg überzogen hatte, schrieb am Ende seines Lebens in sein Tagebuch: „Ich habe mit all meinen Armeen und Generälen nicht ein Vierteljahrhundert lang auch nur einen Kontinent mir unterwerfen können. Und dieser Jesus siegt ohne Waffengewalt über die Jahrtausende, über die Völker und Kulturen.“ Ja, das stimmt. Und jetzt, zu Ostern, werden wir genau daran wieder erinnert. Das Osterfest ist das große Siegesfest unseres Herrn Jesus Christus. Anders als alle Feldherren hat er nicht andere in den Tod geschickt, um seine Macht zu vergrößern, sondern ist er selber in den Tod gegangen, um uns für Gott zurück zu gewinnen. Deshalb sein qualvolles Sterben am Kreuz. Aber dabei blieb es nicht. Keine drei Tage später erfuhren seine Anhänger zu ihrem maßlosen Erstaunen: Unser Jesus lebt! Sein Grab (kein Loch in der Erde, sondern eine Höhle im Felsen) war leer. Und die, die nur noch einmal nach seinem Leichnam hatten sehen wollen, sind von ihm persönlich angesprochen worden. Das alles ist jetzt bald 2000 Jahre her und dennoch hochaktuell. Denn seitdem ist Jesus nie wieder gestorben. Er lebt jetzt ohne Ende. Keiner kann ihn sehen, aber jeder, der sich auf ihn einlässt, soll es erfahren: Wir haben in Jesus einen lebendigen Herrn. Wir können ihn zu uns reden hören aus den Worten der Bibel und dürfen bei ihm unser Herz ausschütten im Gebet. Ja, wer ihn darum bittet, soll ihn sogar in seinem eigenen Leben am Werk sehen können. Mehr noch: Indem Jesus den Tod hinter sich gebracht hat, hat er ihn besiegt für alle, die zu ihm gehören wollen. Für die ist der Tod kein Schlusspunkt mehr, sondern ein Doppelpunkt. Denn hinter dieser Schwelle erwartet sie nicht das kalte Nichts, sondern der ewige Gott. Das hat Jesus all denen versprochen, die sich ihm anvertrauen wollen. Und das sind nicht wenige. Im Gegenteil. Weltweit betrachtet, werden es sogar immer mehr, die den Ostersieg Jesu auf sich beziehen können. Das hat schon Napoleon zugeben müssen: „Ich sterbe vor der Zeit, und mein Leib wird der Erde wiedergegeben werden, um in derselben eine Speise der Würmer zu werden. Das ist das bevorstehende Schicksal des großen Napoleon. Welch mächtiger Abstand zwischen meinem tiefen Elend und dem ewigen Reiche Christi, das gepredigt, geliebt, gepriesen und über die ganze Erde ausgebreitet wird.“
Pfr. i. R. Peter Fischer
(geschrieben Ostern 2009 für die „Schönebecker Volksstimme“)
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